Wie es zu diesem Blog kam …

Ich habe in meinem Berufsleben viel mit Entwicklung und Betrieb kommerzieller Unternehmens-Software zu tun gehabt. Stand ich vor einer neuen Aufgabe, war es meist relativ einfach, im Internet eine oder sogar mehrere passende Anleitungen zu finden. Deshalb habe ich mir auch keine großen Gedanken gemacht, als ich die ersten Schritte in Richtung eines smarten Hauses machen wollte. Für mich stand außer Frage, dass es für meine gewöhnlichen Aufgabenstellungen bereits viele detaillierte Anleitungen mit Screenshots geben müsse. Dann hätte ich diese Schritt für Schritt umgesetzt und wäre fertig. Doch leider Fehlanzeige …
Im Bereich der technischen Automatisierung scheint es, sieht man einmal von den produkt-bezogenen Videos der Hersteller ab, sehr wenig brauchbare Anleitungen (Tutorials, Blog Posts, How Tos). Generell werden in den Beiträgen schon viele Kenntnisse vorausgesetzt. Die Kommunikation unter den Experten ist teilweise durch kryptische Abkürzungen von Standards für den Einsteiger unverständlich. Fragen im Forum werden kurz und bündig beantwortet, so dass ich oft hinterher mehr offene Fragen als vorher hatte.

Ich denke, dass der entscheidende Punkt bei der Implementierung eines smarten Hauses die Anwendungsfälle (Use Cases) sind. Hier gehen die Wünsche starkt auseinander. Wo der oder die Eine, eine automatische Zugangskontrolle an der Haustür haben möchte, lehnen andere ein digitales Türschloss aus Gründen der Ausfallsicherheit ab. Für jeden Anwendungsfall gibt es Argumente, die dafür und dagegen sprechen. Beginnt man aber sich mit diesem Thema konkret zu beschäftigen, fallen einem sofrt Anwendungsfälle ein, die sinnvoll zur Situation des Hauses und den eigenen Wünschen passen und die einen konkreten Nutzen versprechen. Diskutiert man das Thema dann mit anderen Interessierten, kommen immer neue Ideen und Anwendungsfälle hinzu, so dass die Liste der Projekte immer länger wird.

In meinem Fall war der Auslöser von Überlegungen ein Brand im Juni 2021, der unser Nachbarhaus fast vollständig zerstörte. Glücklicherweise war das Haus nicht bewohnt. Angeblich hatte ein Baustrahler zu einem Schwelbrand des Holzständerbaus geführt. Als Augenzeuge des Ereignisses habe ich mir natürlich die Frage gestellt, was in unserem Haus passieren könnte, würde irgendwo im Haus ein Elektrokabel oder Kontakt während unserer Abwesenheit zu schmoren beginnen. Also musste ich mir Gedanken um Rauchmelder machen, die nicht nur im Haus hörbar waren.

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